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  • AutorenbildAlexander Völker

Die Hygiene-Erstinspektion . . .

und ihr Wert bereits in der Planungsphase von Trinkwasser-Installationen


Zwei Männer wären der Objektbegehung einer Hygiene-Erstinspektion
Zwei Männer bei einer Hygiene-Erstinspektion

In der Welt der TGA ist die Sicherstellung einer adäquaten Trinkwasserhygiene eine der wesentlichsten Herausforderungen.

Für Architekten und TGA-Planer bedeutet die Integration dieser Standards in die frühe Planungsphase eine signifikante Chance, Designentscheidungen zu optimieren und zukünftige Wartungs- und Betriebskosten zu minimieren.

Indem Sachverständige frühzeitig mit einbezogen werden, kann sichergestellt werden, dass die Trinkwasser-Installationen nicht nur den rechtlichen Anforderungen entsprechen, sondern auch langfristig sicher, effizient und nachhaltig betrieben werden können.


Anlagen zur Verteilung von Trinkwasser sind gemäß § 13 (1) der TrinkwV (06.2023) so zu planen, zu bauen und zu betreiben, dass mindestens die allgemein anerkannten Regeln der Technik (a.a. R.d.T.) eingehalten werden. Eine der wichtigsten Regeln zum Thema Hygiene ist die VDI-Richtlinie 6023 Blatt 1 (09.2023) "Hygiene in Trinkwasser-Installationen". Hier wird unter Punkt 5.4.3.2 die Hygiene-Erstinspektion genannt und kurz umschrieben. Für weiterführende Informationen zu Anwendung, rechtliche Anforderungen und Inhalt wird auf die DVQST FS-401 verwiesen. Die DVQST FS-401 bietet hierfür eine klare Richtlinie, wie Hygiene-Erstinspektionen effektiv durchgeführt werden sollten. Diese Inspektionen sind entscheidend, um bereits vor der Inbetriebnahme von Trinkwasseranlagen potenzielle Risiken zu erkennen und zu mitigieren.


Die Durchführung einer Hygiene-Erstinspektion umfasst eine gründliche Prüfung der Planung, Anlagenkomponenten und der verwendeten Materialien, um sicherzustellen, dass diese allen gesetzlichen und technischen Anforderungen entsprechen. Dies schließt eine Überprüfung der Rohrleitungen, Armaturen und Verbindungen ein sowie eine Bewertung der Gesamtinstallation hinsichtlich möglicher Kontaminationsrisiken. Durch die Identifizierung und Behebung von Problemen in dieser frühen Phase werden Risiken minimiert und die Integrität des Wasserversorgungssystems gewährleistet. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Hygiene-Erstinspektion ist die Dokumentation aller gefundenen Bedingungen und der unternommenen Schritte zur Behebung etwaiger Mängel. Diese Dokumentation dient nicht nur der Nachweisführung gegenüber den Behörden, sondern auch als wertvolle Informationsquelle für zukünftige Wartungsarbeiten und Inspektionen. Sie ermöglicht es den Betreibern, einen klaren Überblick über den Zustand ihrer Anlagen zu behalten und proaktiv Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Wasserqualität zu ergreifen.


Die rechtzeitige Einbeziehung eines Sachverständigen für Trinkwasserhygiene, der mit den Anforderungen und Best Practices der Branche vertraut ist, ist dabei unerlässlich. Diese Experten bringen nicht nur ihr technisches Wissen ein, sondern auch ihre Erfahrung in der Handhabung komplexer Projekte, was eine effiziente und zielgerichtete Planung und Ausführung ermöglicht. Die Zusammenarbeit mit qualifizierten Fachleuten sichert eine hohe Qualität der Trinkwasser-Installation und unterstützt eine dauerhafte Einhaltung der Hygienestandards.


Abschließend lässt sich sagen, dass die frühzeitige und gründliche Planung und Überprüfung von Trinkwasser-Installationen gemäß den a.a.R.d.T nicht nur eine regulatorische Notwendigkeit, sondern eine kluge Investition in die Zukunft ist. Sie schützt nicht nur die Gesundheit der Nutzer, sondern sichert auch die Langlebigkeit und Effizienz der Wasserinfrastruktur. Durch proaktives Handeln und die Berücksichtigung dieser Richtlinien können Architekten und TGA-Planer sicherstellen, dass ihre Projekte den höchsten Standards entsprechen und ihre Kunden zufriedenstellen.


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