Biofilm in Trinkwasserleitungen
- Alexander Völker
- 16. Juni 2024
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 11. Dez. 2024

Die Unsichtbare Gefahr für unsere Gesundheit. Biofilm – ein Begriff, der oft nur in wissenschaftlichen Kreisen verwendet wird, doch in der Trinkwasserhygiene eine zentrale Rolle spielt. Aber was genau ist Biofilm, woraus besteht er und welche Gefahren birgt er für unsere Gesundheit?
Biofilm ist eine Schicht von Ablagerungen, die aus Pathogenen Bakterien wie Legionellen, Pseudomonaden, coliforme Bakterien und Korrosionsrückständen bestehen kann. Diese Schicht heftet sich an die Innenwände von Trinkwasserleitungen, und produziert seine eigene Schutzschicht aus Zucker- und Proteinmolekülen. Durch diese Schicht schützten sich die Mikroorganismen z. B. vor Desinfektionsmitteln, was ihre Beseitigung immens erschwert.
Die Bildung von Biofilm in Trinkwasserleitungen wird von diversen Bedingungen begünstigt. Stagnation, also das Verweilen von Wasser über längere Zeiträume, geringe Fließgeschwindigkeiten in den Rohrleitungen (Überdimensionierung) und die Temperatur sind Faktoren, die das Wachstum von Biofilm fördern. Raue Innenflächen, bestimmte Materialien wie z. B. Gummi sowie Korrosionsprodukte bieten Mikroben zusätzliche Haftungsmöglichkeiten und stellen Nährstoffe bereit.
Die Risiken, die von Biofilm ausgehen, sind vielfältig. Es können sich Taschen bilden, in denen sich die Mikroorganismen vermehren und stetig an das Trinkwasser abgegeben werden können. Besonders gefährlich sind Legionellen, die Erkrankungen wie Pontiacfieber oder Lungenentzündungen (Legionellose) verursachen können. Darüber hinaus können Mikroorganismen im Biofilm zu weiteren Verschlechterungen der Wasserqualität führen, indem sie Geruch, Geschmack und Farbe des Wassers beeinträchtigen.
Es ist daher essenziell, Maßnahmen zur Vorbeugung und Kontrolle von Biofilm zu ergreifen. Regelmäßige Inspektionen und Wartungen der Trinkwasseranlagen, das Sicherstellen eines kontinuierlichen Wasseraustausch (bestimmungsgemäßer Betrieb über alle Entnahmestellen) sowie die Einhaltung der durch die a.a.R.d.T vorgegebenen Temperaturen sind entscheidende Schritte, um das Risiko der Bildung von Biofilm zu minimieren. Zudem sollte bei der Auswahl von Materialien auf deren Eignung und Zulassung geachtet werden. Nur durch die Verwendung von DVGW geprüften Materialien kann die Abgabe von Nährstoffen an Mikroorganismen minimiert werden. Nicht jede Armatur bzw. jedes Bauteil, das man kaufen kann, ist für die Verwendung in der Trinkwasser-Installation geeignet (zugelassen).
Bestes Beispiel ist „der Wasserhahn der alles kann“. Dazu demnächst mehr . . .
Wie man sieht, stellt Biofilm in Trinkwasserleitungen eine unsichtbare, aber ernsthafte Bedrohung für die Trinkwasserhygiene dar. Durch das Bewusstsein für die Entstehungsbedingungen und die Risiken sowie durch gezielte Präventionsmaßnahmen können Immobilienverwalter, Hausmeister und Nutzer einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Trinkwasserqualität leisten.
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Absolut richtig, was hier geschrieben wurde! Ich finde es toll, wie detailliert und gut verständlich das Thema Biofilm in Trinkwasserleitungen aufbereitet wurde. Anfangs dachte ich, das sei eine eher trockene Angelegenheit, aber die Ausführungen haben mir wirklich die Augen geöffnet. Ich kenne sogar einige Leute aus meinem Bekanntenkreis, die sich sehr für so etwas interessieren, besonders im Hinblick auf die Gesundheit. Eure Analyse hat mir geholfen, die Komplexität dieses Themas viel besser zu verstehen. Es ist tatsächlich nuancierter, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Vor allem die praktischen Aspekte und die möglichen Auswirkungen auf die Wasserqualität fand ich sehr aufschlussreich. Ich habe definitiv etwas Neues gelernt und bin dankbar für diese informative Darstellung. Wirklich super gemacht und eine…
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